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Bamberg „Schau mal, mein Beutel ist schon fast voll!“ Ein kleiner Junge hat eben noch Popcorn geschenkt bekommen, seine Mutter hält einen Turnbeutel mit Süßigkeiten und einem Malbuch für ihn. Er sammelt eifrig Süßigkeiten, wobei er mit einem Kind im grünen Drachenkostüm und anderen Kindern, verkleidet als Clowns, Einhorn und 80er-Jahre-Discobesucher, konkurriert. Bei den Faschingshits von den Wagen wippt er begeistert mit. Von „Ich bin blau wieder Ozean“ bis „Ich find dich obergeil in deinem Oberteil“ dröhnen die Faschingshits von den Wagen.
Insgesamt ist der Bamberger Faschingszug gut besucht, obwohl das Wetter etwas zu wünschen übriglässt und es am Anfang der Kapuzinerstraße nicht danach aussieht. Aber nach und nach verdichten sich die Reihen der Zuschauerinnen und Zuschauer doch noch.
Die Gardemädchen tragen ihre Trainingsjacken und durchsichtige Regenschirme, Glück hat, wer auf einem der Wagen mitfährt.

Gute Laune herrscht in der Bamberger Innenstadt trotzdem. Der Faschingszug ist für eine Stadt dieser Größe kurz, und es gibt auch nicht viele traditionelle Faschingsgruppen, aber einige Prinzenpaare geben sich doch die Ehre, wovon eines unter einer bereits ziemlich lädierten Kuppel steht.
Besonders schön: Die Kapelle des BRK-Elferrats, die mit Live-Musik begeistert. Ansonsten sieht man einige Wahlkampfwagen, also eher Lokalpolitisches. Es gibt einen Wagen der OB-Kandidatin Melanie Huml und einen des OB-Kandidaten Sebastian Niedermaier. Der Bamberger Bürgerblock fragt, ob in Zukunft nur noch Superreiche mit dem Bus fahren können. Ein Wagen hat immerhin einen Donald Trump als Dalton-Bruder dargestellt. Wenig schön: Das BUB mit seinen Parolen gegen das Ankerzentrum. Auch einige Unternehmen fahren mit oder haben Fußgruppen. So gibt es Werbung für Apotheken, Radio Bamberg oder ein Festival. Die Kinder, die eifrig Süßigkeiten sammeln, genießen einfach den Umzug.
Text und Pics: Karoline Keßler-Wirth


