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19. März 2026Jonas Glüsenkamp gegen Sebastian Niedermaier, der Mann mit Erfahrung gegen den Mann mit den Bamberger Wurzeln
Bamberg Am 22. März ist es soweit, die Stichwahl zur Oberbürgermeisterwahl in Bamberg steht an. Amtsinhaber Andreas Starke war gar nicht mehr zur Wahl angetreten, CSU-Kandidatin Melanie Huml ist knapp im ersten Wahlgang gescheitert. Aber wer tritt jetzt eigentlich gegeneinander an? Ein Überblick:
Jonas Glüsenkamp: der Mann mit Erfahrung – und Innovativität
Kandidat Jonas Glüsenkamp von den Grünen verweist auf seine langjährige Erfahrung in der Verwaltung. Seit fast sechs Jahren ist er zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg, als solcher ist er zuständig für Soziales und Jugend, Umwelt und das Personal- und Organisationsamt. Dementsprechend steht auch auf seinen Wahlplakaten: „Einer mit Erfahrung.“ Ebenfalls häufig auf seinen Plakaten zu lesen: „Innovativ und leistungsstark“.
So würde er das Amt bekleiden:
Auf seiner Homepage ist zu lesen: „Eine Verwaltung mit rund 1.500 Mitarbeitenden und zusätzlich über 5.000 Beschäftigten in städtischen Töchtern und Stiftungen führt man nicht mal eben so. Hierzu braucht es Erfahrung, Verwaltungskompetenz und einen erprobten Führungsstil.“
Sein Steckbrief:
Glüsenkamp ist 38 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Er lebt seit 20 Jahren in Bamberg und hat hier VWL studiert. Seit fast sechs Jahren ist er im Bamberger Stadtrat.
Sein Wahlprogramm:
Glüsenkamp möchte „Beständig im Wandel“ sein, die Stadt noch lebenswerter machen. Dafür möchte er verschiedene Ziele in den verschiedenen Bereichen umsetzen.
Die Bereiche sind Klimaschutz, Kultur, Wohnen, Wirtschaft, Sicherheit, Soziales, Familie, Innenstadt und Welterbe, Verkehr und Verwaltung. Zu den Maßnahmen, mit denen er diese Ziele erreichen möchte, zählen ein Sanierungsplan für die historischen Gebäude nach Klimaschutzkriterien
- der Ausbau der Schwammstadt,
- die Stärkung von Erneuerbaren Energien
- mehr Streetwork
- ein Bauturbo
- die Vorbereitung der Wärmeplanung
- ein besseres Standortmarketing
- die Stärkung des kommunalen Ordnungsdiensts
- das Bekämpfen der Obdachlosigkeit
- die Unterstützung von Pflegebedürftigen
- das Abbauen von Barrieren
- ein qualitativ hoher schulischer Ganztag
- ein Spielplatzentwicklungskonzept
- die Beschattung und Begrünung der Innenstadt
- die Förderung des Mehrtagestourismus
- die Sanierung von Geh- und Radwegen,
- ein autoreduziertes Welterbe
Sebastian Martins Niedermaier: der Mann mit den Bamberger Wurzeln – und Innovativität
Kandidat Sebastian Martins Niedermaier verweist als gebürtiger Bamberger, der, wie er schreibt, in eine traditionsreiche Bamberger Gärtnerfamilie geboren wurde, auf seine Herkunft. Auf seinen Wahlplakaten ist dementsprechend zu lesen: „Ihr Oberbürgermeister mit Bamberger Wurzeln“. Oder auch: „Innovation.Tradition.Niedermaier“.
So würde er das Amt bekleiden:
Er und sein Team wollen „Bamberg mit Kompetenz, Verantwortung und frischem Blick stärken“.
Sein Steckbrief:
Sebastian Martins Niedermaier ist 38 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er ist in Bamberg aufgewachsen. Gelernt hat er den Beruf des Gärtners. Der Gärtnermeister gründete 2012 gemeinsam mit seiner Frau seine eigene Gärtnerei. Seit 2014 ist er im Bamberger Stadtrat.
Sein Wahlprogramm:
Niedermaier möchte „Zusammenhalt stärken, Chancen ermöglichen, Lebensqualität sichern“. Auch ihm geht es um ein lebenswertes Bamberg. Dafür möchte er verschiedene Ziele in verschiedenen Bereichen umsetzen.
Die Bereiche sind Soziales, Wohnen, Verkehr, Bildung/Zukunft, Kultur, Wirtschaft und Ökologie. Zu den Maßnahmen, mit denen er diese Ziele erreichen möchte, zählen
- die Förderung privater Gebäudesanierungen
- die Umnutzung von Büroflächen als Wohnungen
- die Transparente Vergabe von städtischen Grundstücken
- die Weiterentwicklung des ÖPNV
- Barrierefreiheit
- autonom fahrende Kleinbusse
- sichere Radwege
- die Stärkung der frühkindlichen Bildung
- den Ausbau der Schul- und Jugendsozialarbeit
- Räume für Jugendliche
- bezahlbare Kultur
- dezentrale Beratungsangebote für die Integration
- die Förderung der Wirtschaft
- die Stärkung des Handwerks
- Erhalt des Baumbestands
- nachhaltige Energieversorgung
- Schutz der Artenvielfalt
Schon beim Blick auf einige der Wahlplakate, aber spätestens in den Wahlprogrammen zeigt sich: Glüsenkamp und Niedermaier sind in vielen Punkten nah beieinander, ihre Forderungen und Ziele gleichen sich. Die Persönlichkeiten sind jedoch grundlegend verschieden.
Text und Pic: Karoline Keßler-Wirth


