Helau! Helau?

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Alle Jahre wieder: Frohsinn pur beim Bamberger Faschingszug

Bamberg  Am Faschingsdienstag stand wieder einmal der Höhepunkt des närrischen Treibens in Bamberg an. An der Kettenbrücke, dem Tor zur Bamberger Fußgängerzone, war es gegen 14:40 Uhr soweit. Ein bunt verziertes Polizeiauto kündigte es an, und als ein einsamer Vampir, der dem Einsatzfahrzeug folgte, auf ein ihm entgegengeschmettertes „HELAU!“ mit einem gelassenen „Hallo.“ antwortete, war klar: DE ZOCH KÜTT!

Was folgte war Stimmung pur, Ausgelassenheit und bloße Freude am Spektakel. Die Tanzgarden tanzten, die Musik dröhnte und die am Zug beteiligten Feurwehrfahrzeuge versuchten, dies alles noch zu übertönen. Einzelne Bonbons wurden geworfen, auf manchen Wagen versuchte man sich, humorvoll lokale Themen durch den Kakao zu ziehen und die lokale Wirtschaft lieferte sich wie jedes Jahr einen harten Wettbewerb darin, zu zeigen, mit wie wenig Aufwand und Liebe man sich an diesem Zug beteiligen kann. Der unbedarfte Zuschauer hätte fast den Eindruck bekommen können, diese emotionslose und aufwandsbefreite Schau sei eine reine Maßnahme des Stadtmarketings.

Seinen Höhepunkt erlebte das bunte Treiben jedoch erst auf dem Maxplatz, auf dem sich abschließend alle Wagen aufstellten, die in die Stadt geströmten Massen tanzten und die Ordnungshüter alle Mühe hatten, den Überblick zu behalten. Alles in allem war der Bamberger Faschingsumzug auch in diesem Jahr wieder ein Spektakel, das seinesgleichen sucht. Und alle, die beispielsweise bereits einmal den Karneval im Rheinland erlebt haben, dürften hoffen, dass es eine erfolglose Suche bleibt. Gut, dass bereits wenige Minuten nach dem Zug die Stadtreinigung anrückte, um alle Spuren zu beseitigen. Schwamm drüber!

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